ReKULTURvierung
Die Wandel-Gänge am Mondsee
... sollen ihren Platz im Freizeitpark Pirkau finden
Der heutige Freizeitpark Pirkau befindet sich in Mitteldeutschland im „Zeitzer-Weißenfelser-Revier“ und ist aus dem Braunkohlentagebau „Pirkau“ hervor gegangen. 1988 begannen dort die Sanierungs- und Rekultivierungsarbeiten. Ab 1990 erfolgte die Flutung des ehemaligen Braunkohlentagebaues. 1992 gründeten der damalige Bergbaubetreiber MIBRAG AG (eine Gesellschaft der Treuhandanstalt), die Stadt Hohenmölsen sowie die Gemeinden Zembschen, Gröben und Großgrimma, den Zweckverband „Freizeit Pirkau“ um einen Betreiber und Entwickler für das entstandene regionale Freizeit und Erholungsangebot zu haben und um den offen hervortretenden Akzeptanzproblemen gegenüber dem weiterhin aktiven Braunkohlebergbau in der Region entgegen zu wirken. Der Freizeitpark Pirkau mit dem Mondsee kann und soll diesem entstehenden Freizeitangebot keine Konkurrenz machen. Vielmehr dient dieser als lebendiges Beispiel für nachhaltige Rekultivierung und Renaturierung von Bergbaufolgelandschaften in direkter Verbindung zum aktiven Braunkohlebergbau, als Alleinstellungsmerkmal in Mitteldeutschland.... sollen ein Ort zum Erinnern und Verweilen sein
Grundgedanke ... die Wandel-Gänge am Mondsee sind die maßstabsgerechte, verkleinerte Abbildung der Landkarte vor der Überbaggerung von 14 Ortschaften durch den Tagebau Profen. Die landschaftsgestalterische Realisierung soll sich dabei an geographischen Kartenwerk orientieren. So werden in einer rötlichen Farbgestaltung die Ortschaften und einer gelblichen Farbgebung die Straßen und Wege wiedergegeben. Diese Art der Gestaltung der ist bisher einzigartig. In ihrer Umsetzung werden die Ortschaften in ihrem Umriss als rote Granitplatte und die Verbindungs- wege im gelben Kiesbett dargestellt. weitere Ideenfindung Seit Anfang 2010 gibt es zu diesem teilweise schon realisierten Gestaltungsentwurf ein erweitertes, kulturell und gesellschaftlich anspruchsvolles Konzept. Die Flächen zwischen den Ortschaften und Wegen sollen als Labyrinth gestaltet werden, um damit zum einen den landschaftsgestalterischen Wert der Anlage zu erhöhen, zum anderen den geschichtlichen Hintergrund und seine sozialen Auswirkungen verdeutlichen. | ![]() ehemalige Landkarte vor der Überbaggerung von 14 Ortschaften |
Das Labyrinth ist zu verstehen:
- als Spiegelbild des Lebens mit seinen Wendungen und Umwegen, seinen Schwierigkeiten und Kämpfen aber auch dem Lebensziel – dem Mittelpunkt
- als Sinnbild des „unterwegs sein“ (im Labyrinth) und des „ Ankommens“ (in dessen Mitte)
- als Neudefinition des räumlichen Verstehens, als Ort der Verwandlung und Veränderung

Entwurf zur Gestaltung als Labyrinth
Die Realisierung des Projektes soll in diesem Jahr durch den Freizeitpark Pirkau erfolgen.
